Menschen am Kreuzweg – Menschen, wie du und ich

Samstag, 11.04.

Die Trauernden

7.Die Treuen20

 

Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu.  Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen. Josef nahm den Leichnam und hüllte ihn in ein reines Leinentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber. Mt 27, 57-61

Da ist diese große Leere. Man kann nichts mehr tun.

Die Frauen sitzen dem Grab gegenüber, voller Trauer und Schmerz.

Jesus ist tot, alles was sie sich erhofft haben, ist mit ihm gestorben.

Es bleibt eine große innere Dunkelheit, das Gefühl den Boden unter den Füßen verloren zu haben und der Schmerz, der fast das Herz zerreißt.

Aber sie bleiben. Sie sitzen dem Grab gegenüber und harren aus, in Liebe und Treue.

Der Tod eines geliebten Menschen stellt das Leben völlig auf den Kopf. Und gerade dann, wenn der Verstorbene im Grab liegt, wenn endlich Ruhe einkehrt, dann kommt mit aller Macht die Trauer, die Ohnmacht und die Hilflosigkeit.

Es ist erst einmal alles getan und jetzt? Jetzt bin ich ganz auf mich geworfen und muss die Grabesruhe aushalten – mit all ihrem Schmerz, mit aller Angst und Verzweiflung, mit all ihren Tränen, in Liebe und Treue.

Guter Gott, wir beten heute für alle Trauernden. Stehe ihnen bei in ihrem Schmerz, in ihrer Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit. Begleite sie auf dem Weg der Trauer und führe sie zur Hoffnung des Ostermorgens. Amen

 

B. Hintermayer-Tilly

 


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.