Aktuelles

Konstituierende Sitzung des Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit
Bad Schönborn-Kronau
Geistliches Referat

 

Ich grüße Euch herzlich zu diesem Gottesdienst, mit dem wir den neuen Pfarrgemeinderat
konstituieren und dankbar auf das Vergangene zurückblicken.
Mein Gruß gilt den bisherigen Pfarrgemeinderäten.
Die meisten von Euch haben sich auch für die Arbeit der Zukunft zur Verfügung gestellt. Für
jene, die heute aus dem Gremium ausscheiden, ist es ein Moment des Innehaltens. Für mich ist
es ein Augenblick des Dankes.
Ich grüße diejenigen unter uns, die sich einbringen möchten, die gewählt wurden, um die
künftigen fünf Jahre, die eine Zeit mehrfacher Übergänge sein wird, zu gestalten.
Ich begrüße besonders auch die beiden Herren, die nicht unmittelbar gewählt wurden, die aber
mit Ihrem Engagement dennoch zu uns gehören. Ihr Beiden werdet in den nächsten Tagen Post
von uns bekommen.
Mein Gruß gilt dem Wahlvorstand, den Wahlhelfern.
Grüßen möchte ich meine beiden Mitarbeiterinnen Beate und Karin, die mit mir das
Seelsorgeteam bilden.
Mein Gruß gilt allen aus der Seelsorgeeinheit, die Sie jetzt hier sind...

 

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Patrozinium – Vitusfest 2020


Verkündigungstexte:  Lesung Ex. 19,2 – 6a
                                  Evangelium Mt. 9, 36 – 10, 8

Einleitung:

Um einen Tag vorgezogen, feiern wir heute den Patron dieser Kirche, den heiligen Vitus. Wenn wir dabei gedanklich 1700 Jahre zurückgehen, dann erfüllt uns dieser innere Weg mit Ehrfurcht und Dankbarkeit. Wir Heutigen haben doch den Gottesglauben weder erfunden, noch ausgedacht. Wir stehen inunserer Christusbeziehung auf einem ganz sicheren Fundament. Es ist das Zeugnis unzähliger Menschen durch die Jahrhunderte hindurch. Es ist das Bekenntnis der Heiligen. Sie sind uns Garanten für die Echtheit des Glaubens. Und so können wir es wagen, unser Leben je neu an Christus auszurichten.

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Liebe Mitchristen!


Das erste Wochenende mit eingeschränkt möglichen Gottesdiensten liegt hinter uns.
Ich danke Ihnen allen für Ihre große Disziplin und gegenseitige Rücksicht.
Es gibt jedoch einige Punkte, wo wir das vorgegebene Schutzkonzept noch genauer, noch
konsequenter umsetzen müssen.
Dabei müssen unsere persönlichen Empfindungen, Erfahrungen, Einschätzungen völlig
zurück gestellt werden. Entscheidend ist die Umsetzung der Vorgaben.
Das bedeutet: wir müssen an einigen Punkten nachbessern.


1) Die Anzahl der Mitfeiernden, die sich nach Größe der Räume und dem vorgeschriebenen
Sicherheitsabstand richtet, darf – im Vergleich zum vergangenen Wochenende – nicht
vergrößert werden.
Es wäre für mich als Priester furchtbar, wenn ich Leute vor Beginn eines Gottesdienstes
wieder wegschicken müsste, um der Verordnung gerecht zu werden.
Vielleicht hat es sich herumgesprochen, wie wohltuend der erste Gottesdienst nach so vielen
Wochen war, und einige mehr haben das Bedürfnis, auch dabei zu sein.
Bitte zögern Sie noch. Seien Sie vorsichtig.
Wenn Sie die Kirche betreten, haben Sie es ja selber im Griff, ob alle möglichen Plätze
schon belegt sind.
Die Emporen könnten jedoch mehr genutzt werden. Da ist noch offenes Potential. Aber auch
da gilt letztlich die Beschränkungsklausel.
An den Eingängen (am Eingang) werden Helfer stehen, welche die Situation im Blick haben,
und an die Sie sich bei Problemen bis zum Beginn des Gottesdienstes wenden können.

2) Das Singen der Gemeinde ist nicht möglich.
Wir werden also alle heiligen Messen – auch an den kommenden Feiertagen- mit
verinnerlichter Orgelmusik gestalten und im Hören aktiv dabei sein.

3) Auf die Möglichkeit mit Mundschutz habe ich Sie hingewiesen.
Wenn durch eine eventuelle Verschärfung der Richtlinien der Zelebrant auch durchgehend
einen Mundschutz tragen müsste, werde ich mich vom Amtsarzt krankschreiben lassen, da
ich starker Asthmatiker bin und unter diesem Mundschutz meine, ersticken zu müssen.
Muss ich zur Kommunionausteilung Mundschutz tragen, delegiere ich diese Aufgabe bis zur
Aufhebung der Pflicht aus gleichen Gründen an die Kommunionhelfer. In diesem Fall könnte
ich dann wenigstens der Messe vorstehen.
Die Hostien am Altar werden während der ganzen Feier mit Kelchtüchern abgedeckt, so
dass Sie innerlich ganz sicher sein können.

4) Der Eifer unserer Ministranten ist vorbildlich.
Das Schutzkonzept schreibt vor, dass nur 2 Ministranten am Altar dabei sein dürfen. Die
Oberministranten sind in dieser Sache bereits informiert und aufgeklärt.

5) Mit bester Absicht habe ich für den Rest des Mai für alle drei Kirchen Maiandachten
anberaumt.
Eine Maiandacht lebt von ihren berührenden Liedern, die wir aus Innigkeit mitsingen. Sie lebt
aus den Texten und Wechselgebeten, die jeweils eine theologische Einheit bilden.
Beides – sprechen (beten) und singen sind laut Konzept verboten, und ich habe mich daran
zu halten. Also machen Maiandachten in diesem Jahr keinen Sinn.
Wir müssen sie leider auslassen (ab Sonntag!) Ebenso die Pfingstvesper.
Seien wir aber froh, dass wir wenigstens im kleinen Rahmen und in bescheidener Liturgie die
heilige Messe feiern können.
Es geht ja um unser aller Gesundheit. Und die dürfen wir nicht gefährden.
Bitte beobachten Sie täglich die Nachrichten und Veröffentlichungen.
Entsprechend dazu werden sie wohl dann von der Diözesanleitung angepasst und erneuert.
Als Problem betrachte ich es, dass ich diese meine Texte ja in ca. 3 wöchigem Vorlauf
schreiben muss. Das heißt: bei Eintritt des Beschriebenen kann sich schon etwas geändert
haben. Bitte nehmen Sie darauf Rücksicht.
Bleiben Sie gesund. Haben Sie Erbarmen, besonders auch mit jenen, die im Augenblick
Entscheidungen treffen müssen. Haben Sie ein weites Herz und bleiben Sie durch Gebet in
der Liebe Christi bewahrt.


Ihr Pfarrer Wolfgang Kesenheimer

Geistliches Wort zum 4. österlichen Sonntag


Verkündigungstext: Joh. 10, 1-10


Jesus knüpft in seinen Reden und Gesten an der Erfahrungswelt seiner Zeitgenossen an.
Umherziehende Schafherden gab es im Altertum an allen Orten. Heute ist das eher die
Ausnahme.
Die Menschen damals konnten also die Bildrede Jesu verstehen und in ihr persönliches
Leben umsetzen.
Das Verhältnis zwischen Hirt und Herde ist geprägt von Vertrauen und von Verantwortung.
Was bedeutet das? Jesus geht uns voran. Wir können uns im Leben und im Sterben auf ihn
verlassen. Seit unserer Taufe hat er sich uns als Freund und Begleiter verschrieben.
Jesus fordert also nicht nur unser Vertrauen ein, sondern übernimmt für uns Verantwortung.
Das ist ein Zeichen seiner Liebe zu uns.
An vielen Stellen des Neuen Testamentes werden wir aufgefordert, Jesus, dem Herrn
nachzufolgen.
Das soll dann unsere Antwort sein auf das Vertrauen, das er auf uns setzt.
Wir sehen: christliches Leben ist eben weit mehr, als nur das Annehmen von Sätzen, als das
Wahrhaben von Überzeugungen. Christliche Religion ist im Wesentlichen ein personales
Geschehen. Ein innerer Bezug von du zu du. Es ist ein sich Begegnen und ein
Geführtwerden.
Die Bildrede vom Guten Hirten und seiner Herde zielt also in das Herz des Christentums.
Und noch etwas: wir sind auf dem Weg des Glaubens nicht allein. Wir sind aufgehoben in
einer großen Gemeinschaft, die wir mitgestalten dürfen, und die uns trägt. Und: wir haben
einen, der uns voran geht, auf den wir uns verlassen können: Jesus Christus.


Wolfgang Kesenheimer, Pfr.

 


 

Geistliches Wort zum 3. österlichen Sonntag

 

Verkündigungstext: Lk. 24, 13-35
„Emmaus“


Gerne vergleicht man unser menschliches Leben mit einem Weg.
Manche Phasen des Lebens durchhüpft man mit Leichtigkeit, andere durchschreitet man mit
weit ausgeholten Schritten.
Oftmals tritt man auch auf der Stelle.
Zum Gehen gehört aber nicht nur das Stehenbleiben, sondern auch das Fallen. Manchmal
ist es ganz steinig, unwegsam und mühsam.
Letztlich muss man aber sagen: Mühevoll oder leicht, – man kommt mit jedem Schritt dem
Ziel näher.
Das Leben durchschreiten heißt aber auch: Wachsen und reifen. Diese Erfahrung dürfen wir
selber machen und andere an uns.
Mit der geschenkten Reife wandelt sich auch unsere Sicht der Dinge. Was wir früher
übertrieben wichtig nahmen, lassen wir heute links liegen. Gelassenheit, Weitsicht, Offenheit,
- das sind Früchte, die einem erst nach langem Gehen geschenkt werden.
Auch unser Glaube erfährt dabei Wandlung und Reife. Wir glauben heute anders als früher.
Glaube muss heute vielen Dingen standhalten. Er lebt von der ständigen
Auseinandersetzung mit dem Leben selbst, vom Gespräch mit anderen, vom betenden
Tasten, Suchen und Fragen.
Was ich Ihnen hier erläutere, hat Lukas in seiner unnachahmlichen Ermauserzählung
eingefangen und ausgedrückt.1)
Die Botschaft lautet: Du bist niemals allein auf dem Weg. Manche Weggefährten werden Dir
geschenkt, andere musst Du Dir selber aussuchen. Bleibe mit ihnen im Dialog. Lebenslang.
Du wirst die Erfahrung machen: der Herr gesellt sich dazu.2) Er ist irgendwie immer
mittendrin und dabei.
Aber er kommt auf ganz leisen Sohlen.
Schick ihn niemals weg. Gib ihm nicht den Laufpass! Lade ihn ein, zu bleiben!3)
Dann bricht er auch Dir das Brot,4) was heißen will: Er gibt Dir Teil an seinem Leben,
überschüttet Dich ungeahnt mit seiner Liebe.
Halte an Christus fest5), der Dein Leben begleitet.
Dann gehen auch Dir die Augen auf und Du darfst IHN erkennen: „Mein Herr und mein Gott!“6)


Wolfgang Kesenheimer, Pfr.

 

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1) vgl. Lk 24,13 - 35
2) vgl. Lk 24,15
3) vgl. Lk 24,29
4) vgl. Lk 24,30
5) vgl. jener unnachahmlich schöne Christushymnus aus dem Stundenbuch: „Christus, göttlicher Herr“ ….
hier: „an Dir halte ich fest, suche Dich, folge Dir nach“
In: Die Feier des Stundengebetes. Stundenbuch. Für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes.
Band II. S. 582
6) Joh. 20, 28

 


 

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