Aktuelles

PGR-Wahl 2020 - Bekanntgabe des Wahlergebnisses

 

pdficon large  Veröffentlichung des Wahlergebnisses vom 05.04.2020

 

 


 

Menschen am Kreuzweg – Menschen, wie du und ich

Palmsonntag, 05.04.

Die Mitschwimmer

1.Palmsonntag20 

 

„Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und ihm nachfolgten riefen: Hosanna dem Sohne Davids, Hosanna in der Höhe!“ Mt 21, 8-9

Wenn Jesus heute kommen würde……..  

dann wäre der rote Teppich ausgerollt,

die Schar der Reporter würde sich die besten Plätze ergattern,

um die spektakulärsten Bilder zu schießen,

die jubelnde Menge hätte die Handys gezückt

 um möglichst ein Selfie zu machen

 – Jesus und ich, wie cool! – „HOSANNA“

Und dann würde er kommen…..

nicht in der Stretch-Limousine,

sondern im verbeulten Kleinwagen.

Und das, was er uns zu sagen hätte

und was er tun würde, wäre nicht das,

was sich die Machthaber und die breite Masse von ihm erwarten.

Seine Worte sind unbequem, radikal.

Die Regenbogenpresse

und die Leute in den sozialen Netzwerken

haben schon immer gewusst,

dass er ein Quertreiber ist, einer,

den man nicht für voll nehmen kann.

 – Gottes Sohn, dass ich nicht lache. – „ANS KREUZ MIT IHM“

Damals wie heute sind wir Menschen manipulierbar, schwimmen mit der Masse mit, statt gegen den Strom. Oft fehlt uns der Mut uns stark zu machen für andere, für Recht und Gerechtigkeit einzustehen - sind wir Mitschwimmer.

Herr, schenke uns den Mut nicht stromlinienförmig in der Masse mit zuschwimmen, sondern respektvoll miteinander umzugehen und uns für andere – besonders auch für Benachteiligte .- einzusetzen, auch dann, wenn es für uns unbequem ist. Amen

 

B. Hintermayer-Tilly


 

Geistliches Wort zum Palmsonntag

 

Der Esel ist das „Ross“ der kleinen Leute.

Verachtet, belächelt. Und dennoch: Er ist geduldig, kann Lasten tragen.

Fromme Überlieferung stellt ihn an den Anfang des Lebensweges von Jesus: an die Krippe.

Am Ende macht ein Esel regelrecht Geschichte. Er darf den verheißenen Messias tragen.

Man darf sich nicht blenden, nicht täuschen lassen von dem Jubel in Jerusalems Straßen.

Wunsch und Wirklichkeit klaffen – wie so oft – weit auseinander.

Man erwartet einen politischen Befreier. Vielleicht gelingt es ja diesem Jesus, die Unterdrückung durch die Römer zu beenden.

Welche Einsamkeit muss Jesus gerade in diesem Moment durchlitten haben.

Er geht bewusst an diesem Paschafest nach Jerusalem, wohl wissend, dass ihm dies den Tod bringen wird.

Diesen erleidet er nicht, er nimmt sein Sterben nicht in Kauf, sondern geht mutig darauf zu.

Dabei bleibt er unverstanden und einsam.

Mit dem Esel setzt er ein Zeichen: Gewaltverzicht, fernab jeder Prachtentfaltung. So kommt Gott in die Welt.

Irgendwie wird Jesus den Jubel schon auch genossen haben. Dennoch hat er sich gerade  in diesem Augenblick unverstanden und einsam gefühlt.

Am Palmsonntag, – beginnt mit seinem markanten Gottesdienst die heilige Woche. Wir sind eingeladen, durch unser Mitgehen Jesus besser zu verstehen.

Und wenn wir ihm ganz nahe sind, dann verstehen wir auch unser eigenes Leben besser. Und vor allem: Wir können es annehmen und gestalten.

                                                                   Wolfgang Kesenheimer, Pfr.

 


 

…… fällt Ostern aus? ?

 CD Couver52

 

Langsam geht die Fastenzeit ihrem Ende zu.

Wenn ich in der Osternacht – nach der Weihe des Osterwassers – vor Ihnen stehe, in Ihre offenen

erlösten Gesichter schaue, wenn ich dann höre, mit welcher Inbrunst Sie sprechen „ich glaube“,

da wird es mir ganz warm ums Herz, Ich spüre, wie bei uns allen eine innere Last abfällt.

Ich erlebe, wie der Auferstandene in diesem Augenblick unser aller Herz berührt und den Stein

von „unseren inneren Gräbern“ wegwälzt. Ein unbeschreiblich schöner Augenblick!

In diesem Jahr wird es anders sein.

Wir werden zuhause sitzen. Manche in der Familie. Manche allein.

Vielleicht brennt vor uns eine Kerze, und wir schauen still in dieses Zeichen der Hoffnung.

Nein, Ostern fällt dieses Jahr nicht aus! Es ist anders, Stiller, verinnerlichter, vielleicht auch ein wenig erster als sonst.

Die innere Kraft, die Substanz ist, wie in all den anderen Jahren gleich:

Die Botschaft, die auch und gerade in diesem Jahr unser Herz erreichen will: „ Ich bin auferstanden und immer bei Dir“, wie es in den alterwürdigen Worten des Introitus des Ostersonntags heißt (siehe Titelseite).

Immer bei Dir: – das  ist eine Zusage, die wir als Kostbarkeit in uns tragen dürfen.

„Das Corona-Jahr“ wird uns verändern. Ganz bestimmt. In welche Richtung?

Das bestimmen im Wesentlichen wir.

Gute Ansätze gibt es im Augenblick zu Hauf. Nächstenliebe. Oft ganz im Verborgenen. Gebet: nicht betteln um dies oder jenes, sondern Gebet als pure Gottesverherrlichung. Menschen sind sensibel. Eine Erfahrung, die wir tatsächlich machen können.

Wenn unsere Sehnsucht, den Osterjubel zu teilen, hinaus zu singen, aufzusaugen mit Orgel, Orchester und Gesang, einzuatmen mit dem Duft des Weihrauches jetzt nicht gestillt werden kann, so bleibt doch der innere Hunger nach all dem, die Wertschätzung der großen Kraft, die von unseren Kirchen ausgeht, in die es uns – nach Corona – wieder mit Eifer und Begeisterung ziehen soll.               

                                                  Euer Pfarrer Wolfgang

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Jeweils am Samstag (außer Karsamstag) läuten die Glocken  den Sonntag ein.

Betrachten Sie dieses Läuten als Einladung zum Gebet, zur Erinnerung an den Sonntag, den wir derzeit nicht mit Eucharistie feiern können.

Am Ostersonntag und Ostermontag läuten – jeweils  zu den sonst bekannten

Gottesdienstzeiten – die Glocken.

Betrachten wir das Läuten aber auch als Mahnung, dass wir nach der Krise

noch viel bewusster und überzeugter das Hauptmerkmal der Christen,

die Feier der sonntäglichen Eucharistie schätzen.                            W.K.

 

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Für alle Tage des österlichen Triduums liegen am Hauptportal der Mingolsheimer Kirche für Sie geistliche Texte, – Hinführungen  zum jeweiligen Festgeheimnis des Tages aus. Die Blätter sind zum Mitnehmen.          

In allen Pfarrkirchen laden die Kreuzwegstationen zum Mitgehen des Leidensweges unseres Herrn Jesus ein.

An den Schriftenständen bzw. an den Tischen liegen für Sie Gebetshefte aus, die Sie anregen möchten, den Kreuzweg zu beten. Bitte nehmen Sie nachher Ihr Gebetsexemplar mit nach Hause.   

’ Weitere wichtige und ausführliche Informationen und Texte finden Sie in unserem

    Osterpfarrblatt!

    Dieses können Sie hier im Internet abrufen oder in den jeweiligen Pfarrkirchen 

    unserer Seelsorgeeinheit mitnehmen.

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Für unsere Erstkommunionfamilien:

Damit Ihr von zuhause aus einbezogen sein könnt, ruft bitte den link

                                   ostern.jubue-freiburg.de

auf. Dort gibt es eine Materialbox, Lieder, Ausmalbilder und Impulse.

Außerdem haben alle Erstkommunionfamilien eine Mail, unserer Gemeindereferentin

Frau Hintermayer-Tilly, mit Informationen und einem Gestaltungsvorschlag für die

Karwoche erhalten.

 

Kinderkirche:

Für kleinere Kinder gibt es beim Don-Bosco Verlag einen Link, den man momentan kostenlos benutzen kann, zum Basteln, Geschichten anhören und schauen - auch Bibelgeschichten: https://www.donbosco-medien.de/zusammendaheim/c-699

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Im Gebet verbunden …..

 

Herr unser Gott, wir empfehlen Dir alle Erkrankten und

bitten für sie um Trost und Heilung.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die traurig sind.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie:

gib allen Pflegenden Kraft und eine innere Gelassenheit in

dieser extremen Belastung.

Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter

schenke die notwendige Besonnenheit und den Mut zu

Entscheidungen.

Wir beten für alle, die in Panik und von Angst überwältigt sind.

Wir bitten um Frieden inmitten des Sturms, und um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben,

oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,

sich einsam fühlen und niemanden umarmen können.

Berühre Du ihre Herzen mit Deiner Güte und Sanftmut.

Und wir beten darum, dass diese Epidemie zurück geht

und bald wieder Normalität einkehrt.

 

’ Dieses Gebet hat uns ein aufmerksames Gemeindemitglied zukommen lassen.

Geistliches Wort zum Evangelium des 5. Fastensonntages

 

Perikope: „Lazarus“ Joh.11,1-45

Die höchst dramatische Lazaruserzählung kann man letztlich nur von Ostern her deuten und verstehen.
Hier geht es nicht um die Beschreibung eines Wunders allein. Dabei dürfen wir in unserer Betrachtung nicht stehen bleiben.
Der Evangelist Johannes bezeugt in seiner Darstellung vielmehr seine Ostererfahrung, die Tiefe innere Gewissheit, dass der Gekreuzigte lebt. Als der Herr des Lebens bleibt er uns inmitten einer Welt des Todes zugewandt.

 

Jesus Christus ruft und befähigt zum Leben hier und jetzt; er schenkt aber darüber hinaus den Seinen das ewige Leben, das den Tod weit hinter sich lässt.
Lazarus wird also nicht in sein altes Leben nur zurückgeholt. Er wird in diesem Augenblick von seinem Freund Jesus über die Schwelle des Todes hinaus getragen. Das ist weit mehr, als nur die Rückkehr in dieses arme und begrenzte irdische Leben.

 

Leben in Fülle erfährt Jesus in seiner Auferweckung vom Vater. Leben in Fülle schenkt er all denen, die zu ihm gehören wollen.
Das zentrale deutende Wort in dieser wichtigen Perikope ist das Jesuswort, das er in verbindlicher Autorität uns allen zuspricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt.
In diesem machtvollen und realistischen Wort wird der Tod nicht ausgeblendet. Er ist und bleibt das Schicksal aller Lebendigen.
Die kleinen und große Tode, die wir sterben, und vor allem die letzte irdische Not ist nicht das Ende.
Der Schlüssel zu einer tiefen und reifen Einsicht dieses Prozesses ist der Glaube.
Und genau darum geht es dem Evangelisten Johannes. Er will mit seiner Darstellung des Lazarus bei uns allen den Glauben wecken, - Glauben, dass wir uns Jesus anvertrauen, dass wir uns ihm schenken, - ihm gehören wollen.

 

Möge uns diese Gnade immer mehr zuteil werden.

 

Wolfgang Kesenheimer, Pfr.

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