Aktuelles

Predigt Silvester / Neujahr 2017 / 2018

Einleitung Silvester:
Heute haben wir doppelt Grund zum feiern: das Fest der Heiligen Familie verbinden wir mit dem Jahresschluss.
In nüchterner Klarheit schauen wir auf das Vergangene zurück: alles halten wir Gott entgegen: Gelingen und Versagen. Gott hält unser Leben in seiner Hand. Dieses Wissen ist sehr tröstlich. Es ermutigt uns, mit Zuversicht auf das neue Jahr zuzugehen. Der Herr möge uns und alles, was wir tun, mit seinem Segen begleiten!

Einleitung Neujahr:
Das neue Jahr hat begonnen. Für die meisten von uns recht unspektakulär. Vielleicht haben Sie ein wenig gefeiert, das neue Jahr auf irgendeine Art begrüßt. Dabei ist Ihnen sicher so manches durch den Kopf gegangen. Wir schauten zurück und gaben das Alte in Gottes Hand. Wir können dem Gewesenen nichts wegnehmen und nichts hinzufügen. Das neue Jahr aber sollten wir mit Elan, mit Zuversicht und mit Gottvertrauen beginnen. Heute, am Hochfest der Gottesmutter, steht uns ihre gläubige Haltung vor Augen. Es heißt: sie bewahrte alles in ihrem Herzen. Bewahren auch wir die Kostbarkeiten des Lebens auf. Und halten wir sie dem Herrn entgegen, dass er sie segne.

 

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Predigt zum 1. Sonntag nach Weihnachten B 2017

Früher hat man am Fest der Heiligen Familie eine rosige Idylle entworfen, einen nie da gewesenen IdeaIzustand von Familie beschrieben, der allerdings so in keiner Weise der Wirklichkeit entsprach. Die Absicht war klar: man wollte von Seiten der Kirche klare Vorgaben machen, wie Familie zu sein habe. 1) So gut gemeint die Absicht der Prediger auch war, - die Gläubigen wurden dabei mehr oder weniger im Regen stehen gelassen. Wusste man an der Basis doch sehr genau, dass es in der Wirklichkeit ganz anders aussieht...

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Predigt zum Ostersonntag

Engel kl
Barockkanzel St. Lambertus
Foto: W.Kesenheimer    (Bild vergrößern)

 

Männlein am Kanzelkorb betrachten. Fällt Ihnen da was auf? Aha, - einer war der Palmprozession am vergangenen Sonntag dabei. Das Palmsträußchen, das er da bekommen hat, will er gar nicht mehr hergeben. Meine lieben Ministranten, die am Karfreitagabend in nur einer Stunde den kahlen Raum in einen Festsaal verwandelten, hatten dazu die Idee. Schmunzelnd sah ich ihnen zu, wie sie auch die Kanzel herrichteten und dem Engel „Knollibert“ 1) den Zweig verpasst haben. O ja, das Osterlachen gehört seit dem frühen Mittelalter sogar zur Liturgie. Erst als einige es deutlich übertrieben und sogar aus Osterfreude einen Handstand auf dem Altar gewagt haben, hat man das Osterlachen unterbunden. 2)  Für mich unverständlich, dass sogar der große Theologe Thomas von Aquin ein entschiedener Gegner des „risus paschalis“ 3) war...

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Predigt Osternacht 2018

osternacht2018 kl
Foto: Benedikt Sickinger  (Bild vergrößern)

Unser christlicher Glaube ist Realismus „pur“. Wir machen uns nichts vor, und wir brauchen uns nichts vormachen, wenn wir hier zusammen kommen und Gott feiern.
Wenn wir diese Gedanken konsequent weiter denken, heißt das: Liturgie feiern, ist kein Abtreten in eine Traumwelt; keine Flucht in eine betäubende Scheinwelt.
Wenn wir Liturgie feiern, schauen wir das Leben an. Unser eigenes und das der anderen. Wir erkennen – und das mit wachsendem Alter - durchaus Hürden und Grenzen. Wir erleben die Stolpersteine des Daseins, die nicht zur Seite gekickt werden können. Gott feiern heißt: das alles anschauen und den Durchbruch zum Leben gläubig annehmen. Das genau ist der Inhalt der Osternacht, zu der ich Sie alle herzlich begrüße...

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Predigt Karfreitag 2018

Sieger koeder der zerrissene Vorhang
Sieger Köder: der zerrissene Vorhang
Quelle: Internet 


Die vier Passionsberichte sind in ihrer Wertung der Dinge und in ihrer geistigen Blickrichtung völlig unterschiedlich. Für uns ist es jedes Jahr spannend und bereichernd, wenn wir am Palmsonntag in den jeweiligen Lesejahren die sogenannten Synoptiker 1)  hören, dann aber an jedem Karfreitag, gleichsam als Krönung, als geistlichen Abschluss die Johannespassion. Diese späte Schrift ist schon ganz durchformt vom Glauben, von der Erfahrung, mit dem auferstandenen Christus. Der tiefe Schreck der Leiden und Qualen Christi ist zwar nicht abgeschwächt, aber verklärt: am Kreuz verendet kein qualvoll Geschundener, der seinen tiefen Schmerz zum dunklen Himmel schreit. Der Gekreuzigte bei Johannes hängt in fast königlicher, hoheitlicher Gebärde zwischen Himmel und Erde. In gesammelter Ruhe übergibt er sein Leben dem Vater mit dem schlichten, wie feierlichen Satz: „Es ist vollbracht“...

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